Analvorspiel - Tipps für Anfänger

Das allererste Mal, wenn du einem Finger in deinen Anus steckst, oder dein Partner dieses macht, wird dir in 9 von 10 versuchen dieses kein gutes Gefühl geben. Es fühlt sich buchstäblich an wie ein Finger in deinem Arsch, nicht mehr und nicht weniger. Was sollen wir sagen, die ersten 5 male kann es sich sogar unangenehm anfühlen. Aber irgendwann, wenn du das richtig machst, wird das Gefühl von deinem Finger verursacht, zu einem sehr spontanen und verstärkten Orgasmus führen. Klingt dieses nicht sehr gut, oder? Dann lese dir den Blog hier weiter durch, hier erklären wir dir wie du am besten starten kannst.


Angst vor Analsex?


Viele Frauen und Männer haben leider schon schlechte Erfahrungen mit Analsex beim ersten Mal gehabt und wollen es deshalb nie wieder machen. Leider drängen manche Männer ihre Finger oder sogar ihren Penis so hinein, ohne die fragliche Dame oder den Herrn auf diese Handlung optimal vorzubereiten. Logisch, dass da kein positives Gefühl für Analsex mehr vorhanden ist! Manche Männer verbinden häufig Analsex auch nur mit Homosexualität und wollen deshalb manchmal auch nicht damit anfangen. Nicht zu wissen, dass auch diese Männer einen fantastischen Orgasmus erleben könnten, zum Beispiel wenn dein Partner deine Prostata stimuliert.


Und es gibt noch viel mehr Missverständnisse über den Analsex. Es wäre ziemlich schmerzhaft und schmutzig. Das ist Unsinn! Analsex muss überhaupt nicht weh tun und kann das Sexleben von Frauen und Männern äußerst bereichern. Wenn etwas neu und unbekannt ist oder wenn du eine negative erste Erfahrung mit Analsex hast, kann es beängstigend sein, damit (wieder) anzufangen. Willst du es trotzdem ausprobieren?


Dann haben wir 10 Tipps für dich, um dieses sexuell aufregende Gebiet in Ruhe zu erkunden!


1. Es muss überhaupt nicht weh tun


Vielleicht verwendest du Gleitmittel normalerweise nicht beim Sex. Die Vagina produziert auch selbst Feuchtigkeit, so dass hier Gleitmittel nicht immer notwendig sind. Dies ist jedoch eine Voraussetzung für Analsex! Der Anus wird aufgrund dieses Einsatzes von Gleitmitteln geschmeidiger und für den analen Kontakt natürlich auch viel glatter.


Welches Gleitmittel kann ich am besten verwenden?


Du kannst ein anales wasserbasiertes oder silikonbasiertes Gleitmittel verwenden. Der Nachteil eines wasserbasierten Gleitmittels ist jedoch, dass es schnell trocknet, so dass du das Gleitmittel häufiger auftragen musst. Ein Silikon-Gleitmittel trocknet weniger schnell und kann auch in Kombination mit einem Kondom sicher verwendet werden. Beachte, dass du dieses allerdings nicht in Kombination mit einem Silikon-Sexspielzeug verwendest. Das Silikongleitmittel kann in diesem Fall das Material beschädigen.


2. Beginne klein und steigere dich dann


Wenn du mit dem Analsex beginnen möchtest, ist es ratsam, es zunächst einfach du klein zu halten, bevor du mit der eigentlichen Penetration beginnst. Beginne mit den Fingern, der Zunge oder einem kleinen Sexspielzeug, das für die Analstimulation entwickelt wurde. Um sich langsam an das Gefühl von Analsex zu gewöhnen, könnte man beispielsweise ein Analplugset kaufen. Es besteht aus Buttplugs in verschiedenen Größen, mit denen du klein anfangen und langsam auf eine größere Größe hin arbeiten kannst.



3. Dich und deinen After entspannen


Um sich beim Analverkehr nicht zu verletzen, ist es wichtig, neben dem Gleitmittel auch zu lernen, wie du den Anus entspannen kannst. Besonders am Anfang, wenn es sich noch alles unangenehm anfühlt, neigst du dazu, deinen After zu kontrahieren. Dieses ist auch eine natürliche Reaktion. Um den Anus zu entspannen, kannst du ihn zuerst sanft massieren. Verwende dazu ein Gleitmittel und kreise deine Finger sanft um den Anus.

Hast du einen Partner? Dann kannst du diesen auch bitten, deinen Anus mündlich zu befriedigen. Nach einer kurzen Zeit sollte hier eine Entspannung deines Anus entstehen, auch du wirst dich merklich entspannen. Das ist dann die richtige Zeit für dich, um dinen Anus mit einem Spielzeug oder Fingern sanft zu stimulieren. Du kannst hier auch ein vibrierendes Sexspielzeug benutzen. Die Vibrationen können auch zusätzlich deinen Anus entspannen.


4. In der Ruhe liegt die Kraft


Das sollte eigentlich für sich selbst sprechen: Mache ruhig weiter. Analsex ist nicht etwas, was du mal eben so schnell machen kannst. Beginne daher niemals mit der Penetration, selbst wenn du genug Gleitmittel aufgetragen hast. Analsex braucht immer ein anales Vorspiel, um es zu einem schönen Erlebnis zu machen.

5. Du kannst natürlich auch die Positionen ändern


Nein, Analsex muss nicht immer in des Doggystyle Position ausgeführt werden. Es ist in der Tat möglich, dieses in eine Position zu machen, wo du deinem Partner in die Augen sehen kannst. Zum Beispiel kannst du auch auf dem Rücken liegen und gehst mit den Hüften ein wenig nach oben. Oder gehe in umgekehrter Cowgirl-Position, während du auf deinen Knien ruhst und auf seinem Bauch sitzt. Durch ein paar wenige Verschiebungen findest du automatisch die Position, die dir am besten passt. Probiere einfach aus, was dir Spaß macht.


6. Kommunikation ist eine sehr wichtige Voraussetzung


Der einzig richtige Weg zu erfahren, was alles gut funktioniert und was eher nicht, ist es sehr ehrlich zu deinem Partner zu sein. Es ist wichtig, deine Grenzen und Wünsche anzugeben. Ist etwas nicht ganz in Ordnung oder gefällt die gar nicht oder läuft sogar etwas sehr gut? Lass es deinen Partner wissen! Je mehr dein Partner weiß, was gut ist und was nicht, desto besser wird der Sex letztendlich!


7. Es ist nicht schmutzig


Der Anus und der untere Teil des Mastdarms enthalten tatsächlich sehr wenig Fäkalien, was bedeutet, dass es nicht so schmutzig ist, wie du vielleicht denkst.


8. So kannst du dich auch selbst reinigen


Und obwohl die Chance, dass etwas an Fäkalien dabei ist, relativ klein ist, kannst du mit einer analen Dusche auch für zusätzlichen Komfort sorgen. Mit einer Analdusche kannst du das Innere des Anus ganz leicht reinigen. Diese sind in der Regel in einer Form einer kleinen Handpumpe erhältlich, mit der das Wasser aus dem Reservoir in den Anus gebracht werden kann. Das Wasser lässt dich dann wieder leicht auf der Toilette entsorgen. Mit einer Analdusche kannst du dir sicher sein, dass nichts mehr dabei ist und du dein Anal-Abenteuer ohne Sorgen beginnen kannst!



9. Stimuliere zusätzlich noch weitere erogene Zonen


Die meisten Frauen können keinen Orgasmus allein durch den Analsex bekommen. Zu diesem Zweck sollten auch andere erogene Zonen, wie die Klitoris oder die Brustwarzen, stimuliert werden. Bei Frauen führt die Stimulation der Klitoris in den meisten Fällen zum Orgasmus, dieser wird aber durch die anale Stimulation verstärkt. Bei Männern kann neben der Prostata auch gleichzeitig das Perineum stimuliert werden.


10. Stelle sicher, dass dein Partner nirgendwo anders mit demselben Finger hingeht


Niemals zuerst mit dem Finger in den Anus und dann in die Vagina! Die im Anus vorhandenen Bakterien sind schädlich für die Vagina und beeinflussen den pH-Wert. Die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion oder Zystitis ist dann ziemlich groß. Wasche deine Finger (oder den Penis) zuerst mit lauwarmem Wasser und eventuell einer pH-neutralen Seife, um sicherzustellen, dass keine Bakterien in die Vagina gelangen.

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